Selbstliebe fördern

Wieder gut mit sich
selbst auskommen

Was Sie anderen selbstverständlich geben, steht auch Ihnen zu.

Jürgen Kühn

Psychologe (M.Sc.)

Worum es geht

Kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis

Selbstliebe klingt nach einem großen Wort. Gemeint ist etwas sehr Schlichtes: sich selbst wohlgesonnen sein. Sich in der eigenen Haut wohlfühlen dürfen, ohne dafür vorher etwas geleistet zu haben. Das wäre der Normalzustand – und bei kleinen Kindern ist er es auch noch.

Bei den meisten Erwachsenen hat sich das zurückentwickelt. Im Laufe des Funktionierens, des Für-alle-da-Seins, des Perfekt-sein-Wollens. Nicht durch eine Entscheidung – niemand beschließt eines Morgens, künftig weniger freundlich mit sich umzugehen. Es passiert nebenbei, über Jahre, in vielen kleinen Portionen.

Und weil es nebenbei passiert, fällt es auch nicht auf. Bemerkt werden nur die Folgen: die Dünnhäutigkeit, die Müdigkeit, das Gefühl, nie ganz zu genügen. Dass all das eine gemeinsame Wurzel haben könnte, kommt den wenigsten in den Sinn.

Sich selbst zu mögen ist keine Leistung. Es ist der Ausgangspunkt.

Erekennen Sie sich wieder?

Zwei Seiten desselben Mangels

Von außen sieht fehlende Selbstliebe sehr unterschiedlich aus. Die einen werden durchlässig und nehmen alles mit, die anderen machen dicht und lassen nichts mehr heran. Gemeint ist beide Male dasselbe.

Das dünne Fell

Eher verletzlich · schnell getroffen

  • Nehmen Sie Kritik oft persönlicher, als sie gemeint war?
  • Beschäftigt Sie eine unbedachte Bemerkung noch Tage später?
  • Brauchen Sie Bestätigung von außen, um sich in Ordnung zu fühlen?
  • Fällt es Ihnen schwer, etwas nur für sich zu tun, ohne es zu rechtfertigen?
  • Merken Sie erst spät, dass Ihnen etwas längst zu viel geworden ist?

Der harte Panzer

Eher kühl · nichts kommt nah

  • Wirken Sie nach außen souveräner, als Sie sich innen fühlen?
  • Reagieren Sie eher schroff als verletzt, wenn Sie etwas trifft?
  • Fällt es Ihnen schwer, Zuwendung anzunehmen, ohne sie kleinzureden?
  • Halten Sie Nähe lieber auf Abstand, weil sie anstrengend ist?
  • Wann haben Sie zuletzt jemandem gesagt, wie es Ihnen wirklich geht?

Was darunter liegt

Wie ein Liebes-Defizit entsteht

Wir sind keine Maschinen. Wir funktionieren nur manchmal wie welche.

Der innere Ton

Wie wir mit uns selbst sprechen

Gerade in Gedanken gehen die meisten nicht besonders liebevoll mit sich um. Sätze, die man einem guten Freund nie sagen würde, laufen den ganzen Tag über leise mit:

„So wie ich bin, reicht es nicht.“

„Andere haben es viel schwerer.“

„Das steht mir doch gar nicht zu.“

„Wenn das erledigt ist, bin ich dran.“

„Das hätte ich besser machen müssen.“

Jeder dieser Sätze ist ein kleines Training – nur leider in die falsche Richtung. Wer sich jahrelang so zuhört, kann irgendwann gar nicht mehr freundlich mit sich sein, selbst wenn er wollte. Im Gespräch schauen wir uns an, welcher dieser Sätze bei Ihnen läuft, woher er stammt – und was an seine Stelle treten könnte.

Ein Missverständnis

Der Verdacht, egoistisch zu sein

Eine gute Selbstliebe ist kein Egoismus, sondern etwas ganz Natürliches.

Mein Ansatz

Vier Schritte zurück zu sich

1 · Wahrnehmen

2 · Zulassen und spüren

3 · Bedürfnisse entdecken

4 · Sich verständlich machen

Ein kleiner Anfang

Wenn Sie möchten, probieren Sie an einem einzigen Tag Folgendes aus: Achten Sie darauf, in welchem Ton Sie innerlich mit sich sprechen. Nicht bewerten, nichts korrigieren – nur bemerken.

Die meisten sind überrascht, wie häufig und wie selbstverständlich dieser Ton unfreundlich ist. Genau dieses Erstaunen ist ein guter Anfang.

Was Sie gewinnen

Was echte Selbstliebe mit Ihnen machen kann

Es geht nicht darum, ein anderer Mensch zu werden. Es geht darum, mit dem, der Sie sind, wieder gut auszukommen:
Sich in der eigenen Haut wohlfühlen Freundlicher mit sich denken Eigene Bedürfnisse früher bemerken Nein sagen ohne Schuldgefühl Kritik nicht mehr als Urteil hören Nähe zulassen können Sich etwas Gutes tun dürfen Unbeschwerter leben

Und irgendwann ertappen Sie sich dabei, wie Sie etwas nur für sich tun – ohne einen Grund dafür zu brauchen.

„Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze."

Oscar Wilde

Der erste Schritt

Die längste Beziehung Ihres Lebens

Zu keinem Menschen haben Sie eine längere Beziehung als zu sich selbst – und keine wirkt sich stärker auf alle anderen aus. Sie lässt sich pflegen, auch nach vielen Jahren der Vernachlässigung. Ein paar Zeilen über das Kontaktformular genügen für die Terminanfrage. Wenn Ihnen der Weg in die Praxis gerade nicht passt, beginnen wir per Telefon oder Video.