Kommunikation stärken

Sagen, was Sie meinen –
ohne den anderen zu verlieren

Gehört werden, ohne laut zu werden. Das lässt sich lernen.

Jürgen Kühn

Psychologe (M.Sc.)

Worum es geht

Kein Rhetorik-Training

Es geht hier nicht darum, schlagfertiger zu werden, souveräner aufzutreten oder Diskussionen zu gewinnen. Wer so etwas sucht, ist bei einem Rhetorik-Kurs besser aufgehoben. Hier geht es um das Gegenteil: um eine Sprache, die niemanden kleinmachen muss, um selbst vorzukommen.

Die meisten Gespräche scheitern nicht an fehlenden Argumenten. Sie scheitern daran, dass zwei Menschen über Vorwürfe reden statt über das, was sie eigentlich brauchen. Der eine geht in den Angriff, der andere macht dicht – und am Ende hat keiner bekommen, worum es ihm ging.

Ich arbeite mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, auch einfühlsame Kommunikation genannt. Sie ist kein Trick und keine Höflichkeitsformel, sondern eine andere Art, Situationen zu betrachten, bevor man den Mund aufmacht. Wir erarbeiten sie im Einzelgespräch, an Ihren eigenen Situationen – nicht an Beispielen aus einem Buch.

 Man kann seine Echtheit behalten und trotzdem niemanden niedermachen.

Erekennen Sie sich wieder?

Zwei Arten, nicht anzukommen

 Wenn ein Gespräch schiefgeht, geschieht das meist auf einem von zwei Wegen. Beide führen an derselben Stelle vorbei – und beide lassen sich verändern.

Das Verstummen

Eher zurückhaltend · nachgebend

  • Merken Sie erst hinterher, was Sie eigentlich hätten sagen wollen?
  • Geben Sie im Streit nach, nur damit er endlich aufhört?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Anliegen regelmäßig untergehen?
  • Schlucken Sie Ärger herunter – und tragen ihn tagelang mit sich?
  • Fragen Sie sich, warum andere so leicht bekommen, was sie wollen?

Die Eskalation

Eher scharf · angreifend

  • Werden Sie schneller laut, als Ihnen selbst lieb ist?
  • Sagen Sie im Affekt Dinge, die Sie danach bereuen?
  • Enden Gespräche öfter im Streit, als Sie es geplant hätten?
  • Haben Sie den Eindruck, sich nur durchsetzen zu können, wenn Sie hart werden?
  • Zieht sich Ihr Gegenüber zurück, sobald es ernst wird?

Was darunter liegt

Hinter jedem Vorwurf steht ein Bedürfnis

 Hinter jeder Aggression steht ein Thema, das verstanden werden will.

Die stillen Sätze

Was Gespräche verhindert, bevor sie beginnen

 Diese Sätze werden fast nie laut ausgesprochen. Sie laufen vorher ab – und entscheiden bereits, wie das Gespräch ausgehen wird:

„Ich will einfach keinen Streit."

„Das bringt doch sowieso nichts."

„Immer bin ich es, der nachgibt."

„Der versteht mich ohnehin nicht."

„Wenn ich etwas sage, eskaliert es nur."

„Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll."

Jeder dieser Sätze beendet ein Gespräch, bevor es stattgefunden hat. Im Einzelgespräch schauen wir uns an, woher sie kommen – und was stattdessen möglich wäre.

Der blinde Fleck

Reden hat uns niemand beigebracht

 Ein Streitgespräch gewinnt man am zuverlässigsten, indem man es überflüssig macht.

Mein Ansatz

Vier Schritte, die alles verändern

1 · Beobachten

Zuerst nur das, was tatsächlich geschehen ist – ohne Bewertung, ohne „immer“ und „nie“. Das allein nimmt den meisten Gesprächen schon die Hälfte ihrer Schärfe.

2 · Fühlen

Dann das eigene Gefühl benennen – und zwar wirklich ein Gefühl, nicht einen versteckten Vorwurf. „Ich bin enttäuscht“ ist etwas anderes als „Ich fühle mich hintergangen“.

3 · Bedürfnis erkennen

Unter jedem Gefühl liegt ein Bedürfnis: nach Verlässlichkeit, nach Ruhe, nach Anerkennung. Es zu kennen ist der eigentliche Schritt – oft ist er auch für einen selbst neu.

4 · Bitten

Zum Schluss eine konkrete, erfüllbare Bitte – keine Forderung. Der Unterschied ist größer, als er klingt: Eine Bitte darf abgelehnt werden. Genau das macht ein Ja wertvoll.

Und wenn der andere nicht mitmacht?

Das ist die häufigste Frage – und die gute Nachricht lautet: Es genügt, wenn einer anfängt. Sobald ein Vorwurf ausbleibt, fällt auch die Verteidigung weg, und das Gespräch nimmt einen anderen Verlauf. Ihr Gegenüber muss von alldem nichts wissen.

Deshalb arbeite ich hier bewusst mit Ihnen allein. Sie brauchen niemanden zu überreden mitzukommen – und niemand muss erfahren, dass Sie daran arbeiten.

Was Sie gewinnen

Was sich verändern kann

 Der Unterschied zeigt sich nicht in großen Aussprachen, sondern in vielen kleinen Momenten – in denen ein Gespräch nicht kippt, das früher gekippt wäre:

Die eigenen Bedürfnisse er­kennen Sie aussprechen können Sich Gehör verschaffen Besser verstanden werden Sagen, was man wirklich denkt Weniger Ärger mit sich herum­tragen In schwierigen Situationen bestehen Als Person wahrgenommen werden

Und ganz nebenbei wächst dabei etwas, das niemand direkt trainieren kann: das Vertrauen in sich selbst.

„Jeder Mensch ist liebenswert, wenn er wirklich zu Worte kommt."

Hermann Hesse

Der erste Schritt

Fangen wir bei einer Situation an

 Sie brauchen dafür keine große Vorbereitung – ein Gespräch, das zuletzt schiefgelaufen ist, genügt als Anfang. Ein paar Zeilen über das Kontaktformular reichen für die Terminanfrage. Wenn der Weg in die Praxis gerade nicht in Ihren Tag passt, beginnen wir per Telefon oder Video.