Achtsamkeit

Leben in der
Gegenwart

Der Augenblick ist der einzige Ort, an dem das Leben tatsächlich stattfindet.

Jürgen Kühn

Psychologe (M.Sc.)

Worum es geht

Wahrnehmen, was gerade ist

Achtsamkeit ist kein Kurs, den man belegt, und keine Technik, die man beherrscht. Sie ist eine Haltung: dem Moment, in dem Sie gerade sind, zu erlauben, einfach nur da zu sein – und wahrzunehmen, was dabei in Ihnen geschieht.

Das klingt unspektakulär. Und doch verändert es mehr als die meisten Vorsätze. Denn ein großer Teil dessen, was uns belastet, findet gar nicht im Augenblick statt, sondern daneben: in dem, was war, und in dem, was kommen könnte. Wer wieder bemerkt, was jetzt gerade wirklich ist, nimmt vielem davon die Kraft.

Ich halte dieses Thema für eines der wichtigsten überhaupt – nicht weil es gerade viel besprochen wird, sondern weil ich in meiner Praxis immer wieder sehe, wie viel sich löst, sobald jemand wieder spüren kann. Nicht mehr denken. Spüren.

Denken ist nur ein schwacher Ersatz für das lebensnahe Fühlen der Situation.

Erekennen Sie sich wieder?

Zwei Arten, daran vorbeizuleben

Der Gegenwart auszuweichen sieht nicht dramatisch aus. Es fällt nicht weiter auf – am wenigsten einem selbst. Meist zeigt es sich auf eine von zwei Weisen.

Das Nicht-Bemerken

Eher abwesend · auf Autopilot

  • Merken Sie erst abends, dass Sie den ganzen Tag angespannt waren?
  • Könnten Sie auf Anhieb sagen, wie es Ihnen gerade geht – ohne zu überlegen?
  • Kommen Sie manchmal irgendwo an, ohne den Weg dorthin erinnern zu können?
  • Essen Sie öfter, ohne wirklich zu schmecken?
  • Wann haben Sie zuletzt etwas Schönes bemerkt, während es geschah?

Das Wegdrücken

Eher abwehrend · auf Abstand

  • Wird Ihnen unbehaglich, wenn es um Sie herum still wird?
  • Lenken Sie sich ab, sobald ein unangenehmes Gefühl auftaucht?
  • Halten Sie Rührung oder Traurigkeit eher für unpassend?
  • Fällt es Ihnen schwer, ein Gefühl überhaupt zu benennen?
  • Machen Sie lieber weiter, statt kurz hinzuspüren?

Wie es dazu kommt

Wie wir lernen, uns zu übergehen

Wir haben gut gelernt zuzuhören. Nur nicht uns selbst.

Die leisen Einwände

Warum Zulassen so schwerfällt

Wer beginnt, in sich hineinzuspüren, stößt fast immer zuerst auf Widerstand. Nicht auf ein Gefühl – sondern auf einen Satz, der dazwischengeht.

„Nicht jetzt.“

„Das bringt doch nichts.“

„Ich spüre sowieso nichts.“

„Später, wenn es ruhiger ist.“

„Ich bin einfach nicht der Typ dafür.“

„Dann komme ich ja gar nicht mehr raus.“

Beobachten Sie sich in solchen Momenten einmal ganz ehrlich selbst. Es sind genau diese Sätze, an denen sich zeigt, wie nah man einer Stelle schon gekommen ist.

Der Kern

Zulassen ist keine Schwäche

Das größte Leid entsteht durch inneren Widerstand.

Mein Ansatz

Vier Wege in die Gegenwart

1 · Wieder wahrnehmen

2 · Ohne Bewertung beobachten

3 · Gefühle zulassen

4 · Im Alltag wiederfinden

Das Wichtigste zuerst

Achtsamkeit ist keine zusätzliche Aufgabe in einem ohnehin vollen Tag. Sie ist eher eine Art, das zu tun, was Sie sowieso tun – nur mit dem Unterschied, dass Sie dabei anwesend sind.

Und sie braucht keine Anstrengung. Im Gegenteil: Je weniger Sie sich bemühen, etwas erreichen zu wollen, desto eher stellt sie sich ein.

Was Sie gewinnen

Was Achtsamkeit im Alltag verändert

Ihr Alltag bleibt zunächst derselbe. Was sich ändert, ist Ihre Anwesenheit darin:
Sich selbst wieder spüren Gefühle benennen können Ruhiger reagieren Den Feierabend auch bemerken Weniger Sorgen um morgen Präsenter in Gesprächen Unangenehmes aushalten können Den Augenblick genießen

Und irgendwann fällt Ihnen mitten am Tag auf, dass Sie gerade wirklich da sind.

„Genießen Sie den Augenblick. Er ist alles, was Sie wirklich haben – alles andere ist Erinnerung oder Erwartung.“

Der erste Schritt

Anfangen, wo Sie gerade sind

Für dieses Thema braucht es keinen Anlass und keine Krise – nur die Bereitschaft, wieder hinzuspüren. Ein paar Zeilen über das Kontaktformular genügen für die Terminanfrage. Wenn der Weg in die Praxis gerade nicht in Ihren Tag passt, beginnen wir per Telefon oder Video.