Ängste bewältigen

Ängste abbauen,
Schritt für Schritt

Es beginnt immer gleich – mit Hinsehen.

Jürgen Kühn

Psychologe (M.Sc.) · Heilpraktiker für Psychotherapie

Worum es geht

Wenn der Schutz zum Problem wird

Angst ist ein Schutzmechanismus. Schwierig wird es erst, wenn er dort anspringt, wo keine Gefahr ist – und wenn er mehr verhindert als schützt.

Ich habe im eigenen Leben erfahren, wie stark Ängste das Handeln beeinflussen, ohne dass man es bemerkt. Genau das ist das Tückische an ihnen: Man erkennt sie oft gar nicht als Angst. Der Zustand, in dem man sich befindet, gilt einem längst als normal – oder man sucht die Erklärung für das unangenehme Gefühl im Außen. Beim Wetter, beim Schlaf, bei den anderen.

Dabei läuft im Hintergrund etwas mit, das Mühe kostet: Angst erzeugt chronischen, kaum spürbaren Stress, der auf Dauer sowohl seelisch als auch körperlich zehrt. Viele schämen sich zusätzlich noch dafür, als wäre Angst ein Zeichen von Schwäche. Ist sie nicht – Angst ist ein Schutzmechanismus, der irgendwann übereifrig geworden ist, mehr nicht. Das darf man sich ruhig öfter sagen, als man denkt.

Was man nicht als Angst erkennt, kann man auch nicht abbauen.

Erkennen Sie sich wieder?

Zwei Arten, wie Angst auftritt

Angst zeigt sich nicht bei allen gleich. Bei den einen läuft sie leise mit und färbt den Alltag ein, bei den anderen greift sie sichtbar ein und macht den Bewegungsraum kleiner. Schauen Sie einmal, welche der beiden Listen Ihnen näher ist.

Die Angst, die mitläuft

Leise · im Hintergrund

  • Denken Sie viel darüber nach, wie Sie auf andere wirken?
  • Haben Sie Angst, etwas falsch zu machen – auch bei Kleinigkeiten?
  • Fürchten Sie zu versagen, obwohl Sie Ihre Sache gut machen?
  • Sind Sie innerlich angespannt, ohne genau zu wissen, wovor?
  • Halten Sie diesen Zustand längst für Ihr normales Lebensgefühl?

Die Angst, die den Alltag bestimmt

Laut · einschränkend

  • Meiden Sie Orte, Wege oder Situationen, um nichts zu riskieren?
  • Kommt die Angst plötzlich über Sie – mit Herzrasen oder Atemnot?
  • Richtet sich Ihre Angst auf etwas ganz Bestimmtes?
  • Fürchten Sie inzwischen vor allem die nächste Angstwelle?
  • Wird Ihr Bewegungsraum von Monat zu Monat ein Stück kleiner?

Die vielen Gesichter

Wovor Menschen Angst haben

Die stillen Sätze

Was dabei innerlich mitläuft

Diese Sätze werden selten ausgesprochen. Sie laufen so leise mit, dass man sie kaum noch als eigene Gedanken erkennt:

„Mit mir stimmt etwas nicht."

„Was, wenn es wieder passiert?"

„Was, wenn ich es nicht schaffe?"

„Alle merken doch, wie es mir geht."

„Ich muss auf alles vorbereitet sein."

„Lieber sage ich ab – dann passiert nichts."

Einmal ausgesprochen, verlieren solche Sätze sofort etwas von ihrer Selbstverständlichkeit. Das ist regelmäßig der erste Punkt, an dem spürbar etwas in Bewegung kommt – und der erste Moment, in dem Sie merken: Sie müssen das nicht länger allein tragen.

Mein Ansatz

Wie wir hier mit Angst arbeiten

Verstehen, woher sie kommt

Im Gespräch tauschen wir uns darüber aus, wann die Angst entstanden ist, was sie am Leben hält und was Sie gerade wirklich brauchen. Ich spiegele Ihnen, was ich höre, und gebe viel Anregung dazu.

Schritt für Schritt, nie mit Anlauf

Wir nähern uns dem, was Sie meiden, in kleinen Etappen – erst im Kopf, dann im Alltag. Jeder Schritt ist so bemessen, dass Sie ihn schaffen. Überforderung würde die Angst nur bestätigen.

Den Körper mit beruhigen

Angst ist immer auch körperlich. Mit Atem- und Entspannungsübungen lernen Sie, das Alarmsystem selbst herunterzufahren – ein Handwerkszeug, das Ihnen anschließend dauerhaft bleibt.

Kein Tempo, das Sie einhalten müssen

Viele denken, sie müssten sich „einfach überwinden“ oder die Sache schnell hinter sich bringen. Das Gegenteil hilft meist mehr: Angst baut sich am ehesten ab, wenn das Tempo zu Ihnen passt – nicht zu einer Erwartung, die Sie sich selbst machen. Manchmal braucht ein einzelner Schritt mehrere Sitzungen. Das ist kein Rückschritt, das ist der Weg.

Was Sie gewinnen

Wenn das Ausweichen nicht mehr nötig ist

Das Ziel ist nicht ein Leben ohne jede Angst – das Ziel ist, dass Sie wieder entscheiden, was Sie tun. Und nicht die Angst:

Wieder tun, was lange nicht ging Die Angst vor der Angst verlieren Unter Menschen ruhiger werden Nicht mehr vorsorglich absagen Dem eigenen Körper wieder trauen Abends zur Ruhe kommen Weniger Dauerspannung Den Bewegungsraum zurückgewinnen

Grundsätzlich lassen sich die meisten Ängste verringern – und viele ganz auflösen.

„Angst wird nicht kleiner, wenn man ihr ausweicht. Sie wird kleiner, wenn man ihr langsam aber sicher begegnet."

Jürgen Kühn

Der erste Schritt

Der Anfang ist meist das Schwerste

Sich zu einem ersten Gespräch zu überwinden, kostet bei diesem Thema besonders viel – das gehört zur Sache dazu. Erfahrungsgemäß nehmen die meisten schon aus der ersten Sitzung einiges mit, das sie gleich ausprobieren können. Wenn Ihnen der Weg in die Praxis am Anfang zu viel ist, beginnen wir das Gespräch von zuhause aus – per Telefon oder Video. Trauen Sie sich; auf Termine warten Sie hier nicht monatelang.