Psychotherapie
Jürgen Kühn
Psychologe (M.Sc.) · Heilpraktiker für Psychotherapie
Worum es geht
Psychotherapie ist keine geheime Technik und nichts, dem man sich ausliefert. Sie ist ein geordnetes Gespräch über das, was belastet – mit dem Ziel, zu verstehen, woher es kommt, es Schritt für Schritt zu bearbeiten und im besten Fall aufzulösen, statt es nur auszuhalten.
Was Sie zu mir führt, ist meist das, was oben sichtbar ist: eine Angst, eine Erschöpfung, schlaflose Nächte, ein Druck, der nicht mehr weggeht. Erfahrungsgemäß kommen wir recht bald auf die Themen, die darunter liegen – und genau dort lässt sich etwas bewegen.
Ein Symptom ist selten das Problem. Meistens ist es der Hinweis darauf.
Zwei Ebenen
Fast immer gehört beides zusammen. Die eine Seite ist der Anlass, mit dem Menschen anrufen. Die andere ist das, was wir in der Therapie tatsächlich bearbeiten.
Anlass · Symptom
Ursache · Hintergrund
Wie es abläuft
Am Anfang steht ein Gespräch, in dem Sie erzählen und ich schon damit beginne, mit Ihnen zu reflektieren und Themen einzuordnen. Sie müssen nichts vorbereiten und nichts richtig formulieren. Am Ende dieser ersten Sitzung haben Sie in der Regel ein deutlich klareres Bild davon, worum es eigentlich geht und woran wir arbeiten würden.
Danach gehen wir in die Themen selbst hinein: in das, was nachwirkt, in die Muster, die sich wiederholen, in das Bild, das Sie von sich selbst haben. Behutsam und in dem Tempo, das für Sie stimmt – nichts wird übergangen, nichts überstürzt. Wie oft und in welchen Abständen wir uns sehen, entscheiden Sie.
Der letzte Teil ist der ruhigste: Neues im Alltag ausprobieren, Rückschritte einordnen, das Erreichte festigen. Die Abstände werden größer, dann hört es entweder auf – oder Sie entdecken mit neuen Kräften und neuem Horizont weitere spannende Themen, die Ihre Lebensqualität erhöhen.
Wie es anfängt
Kaum jemand kommt mit einer fertigen Beschreibung. Meistens ist es ein einzelner Satz – etwa einer von diesen:
„So kann es nicht weitergehen."
„Ich habe es lange genug allein versucht."
„Ich bin ständig angespannt, ohne Grund."
„Nachts komme ich nicht zur Ruhe."
„Ich ahne, dass es von früher kommt."
„Ich möchte endlich verstehen, was mit mir los ist."
Jeder dieser Sätze genügt völlig als Anfang. Alles Weitere entwickelt sich im Gespräch – das ist meine Aufgabe, nicht Ihre.
Mein Ansatz
Ich arbeite mit Gesprächstherapie nach Carl Rogers, mit Elementen aus der kognitiven Verhaltenstherapie und mit Übungen, die aus der Kopflastigkeit ins Spüren zurückführen (ausführlicher auf der Seite „Meine Methoden“). Wichtiger als die Methode ist mir aber, wie das Ganze abläuft:
Ein Symptom lässt sich dämpfen. Spannender ist die Frage, wofür es steht. Wir gehen dorthin, wo es herkommt – und arbeiten dort, statt oben nachzubessern.
Ich arbeite ausschließlich mit dem Gespräch: verstehen, einordnen, Muster erkennen, Neues ausprobieren. Verordnungen gehören in ärztliche Hände – nicht in meine.
Keine starre 50-Minuten-Grenze, keine festgelegte Sitzungszahl. Wir nehmen uns die Zeit, die das Thema gerade verlangt – und hören auf, wenn es genug ist.
Der private Rahmen
Meine Praxis ist eine Privatpraxis nach dem Heilpraktikergesetz. Das bedeutet: Termine gibt es in der Regel kurzfristig, es gibt kein Bewilligungsverfahren, und nichts über Sie geht an eine Krankenkasse. Sie erhalten eine Rechnung, die Sie steuerlich geltend machen können; private Zusatzversicherungen beteiligen sich je nach Tarif anteilig.
Viele nutzen die private Therapie auch, um die Wartezeit auf einen Kassenplatz zu überbrücken. In Deutschland dürfen Psychotherapie ausschließlich Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte sowie Heilpraktiker für Psychotherapie – zu denen ich gehöre – anbieten.
Was Sie gewinnen
Wie schnell und wie weit, lässt sich vorher nicht sagen – das ist bei jedem Menschen anders. Was sich in einer Therapie aber häufig bewegt:
Nicht überdecken – verstehen und loslassen.
Der erste Schritt
Sie müssen sich zu nichts verpflichten. Eine erste Sitzung zeigt am besten, ob es zwischen uns passt und was sinnvoll wäre – auf Wunsch auch bequem von zuhause aus, per Telefon oder Video. Melden Sie sich gern über das Kontaktformular.
In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder im Notfall an die 112.